Ziele, resolutions, Vorhaben, Motivation

Vorsätze wirklich realisieren

Eine nachhaltige Anleitung in fünf Schritten

 

Man wollte sich doch gesünder ernähren! Gerade wird die Pizza mit extra viel Käse geliefert. Einschließlich Salami-Belag.

Verdammt!

Auch der beschlossene vegane Lebensstil hat sich damit an Tag fünf im neuen Jahr erledigt.

Und das Elend nimmt kein Ende.

Das Sportprogramm bestand daraus eilig morgens zum Bus zu rennen. Mit dem Pappbecher (Pappbecher!) voll Kaffee in der Hand, den man eilig beim Bäcker für die Hälfte des eingeplanten Tagesbudgets erworben hatte.

Ahhhhhh!

 

Bevor Du jetzt komplett das Handtuch wirfst und „gute Vorsätze“ für bescheuert abtust, versuche die folgenden fünf Schritte umzusetzen. Sie mögen simpel erscheinen, bewirken aber dauerhafte und nachhaltige Veränderungen für Dich und Dein Leben.

Denn Neujahrsvorsätze sind etwas sehr Schönes. Ich mag die Gebundenheit an eine zeitliche Zäsur. Ein Jahr oder Lebensjahr beenden, gibt einen nicht nur die Möglichkeit abzuschließen, sondern es gibt einem vor allem eins:

 

Hoffnung

 

Entweder, dass etwas so gut bleibt wie es ist oder einfach, dass es besser wird als bisher.

Außerdem gibt es Etliche, die viel zu sehr für andere Menschen und/oder die Arbeit leben. Und Vorsätze sind streng genommen etwas zutiefst positiv Egoistisches. Man tut es für sich selbst und seine persönliche Entwicklung.

Obwohl Eure Vorsätze natürlich immer an eine intrinsische Motivation, also von Euch selbst heraus kommend, gebunden sein sollten. Einen Marathon laufen wollen, nur weil es gerade gefühlt „alle“ in Deinem Umfeld versuchen,  ist einfach nur GROSSER Mist!

Als jemand, der unendlich viele Fehler begangen hat und weiterhin viele Fehler begehen wird, weiß ich was funktioniert und was nicht. Traut meiner Kompetenz und holt Euch etwas zum Schreiben…

 

Vorsätze, Ziele, Erfüllung

Wie Du durch Selbstbeobachtung herausfindest was zu tun ist

 

Aufwand: ca. 30 Minuten

 

Beobachte Deinen Tagesablauf und Dein Verhalten in den kommenden drei Tagen. Schreibe es auf. Und zwar sofort! Das ist ganz wichtig!

Es erspart Dir zudem eine Menge Zeit und einiges an Gehirnschmalz am Abend.

Nimm dazu ein einfaches Heftchen, Stundenplan oder nutze Dein Notizbuch auf dem Smartphone. Ich verwende z.B. die App „Time Tune“, womit ich alles festhalte.

Neben deinen täglichen Handlungen und Aktivitäten, notiere zudem noch Dinge, die relevant für Deine Vorsätze sind.

 

Beispiele:

Du möchtest Dich ausgewogener ernähren. Führe ein Ess-Protokoll, worin Du festhälst, WAS Du WANN und WO zu Dir nimmst.

Ich möchte dieses Jahr z.B. noch mehr an Müll einsparen und habe deshalb alle Situationen niedergeschrieben, in denen ich etwas weggeschmissen habe.

Außerdem optimiere ich gerade meinen Trainingsplan und vermerke, wieviel und wann ich mich sportlich bewege.

Das liest sich erst einmal wie ein Schritt zurück. Du hast vielleicht schon ein plakatflächiges Werk angelegt mit Vorsätzen, die Du alle im Jahr 2017 umsetzen willst. Keine Panik. Das war nicht umsonst. Denn wir kommen zu Punkt Zwei.

 

Vorsätze, Pläne, Ziele

Wie Du mit selbsterstellten Plänen Struktur in Dein Leben bringst

 

Aufwand: 1 Stunde

 

VorSÄTZE sind auch immer VorHABEN. Wenn Du also etwas haben möchtest, ist es sinnvoll dies vorher schriftlich zu fixieren. Schreiben verschafft Dir Klarheit und Struktur in Deinem Kopf.

Bevor Du aber wild drauflos legst…Stop!

 

Hier die Regeln:

Schaffe Dir eine angenehme Atmosphäre und nimm Dir eine Stunde Zeit. Das kann abends auf der Couch mit einem Tee und ruhiger Musik im Hintergrund sein, oder morgens beim Kaffee und Vogelzwitschern. Hauptsache, Du fühlst Dich wohl.

Nimm ein hübsches Buch oder Block und den edelsten Stift, den Du finden kannst und manifestiere alles langsam und in Schönschrift. Das hilft zu entschleunigen, was sehr wichtig ist für die Realisierung Deiner Ziele. Dazu aber später mehr.

Unterteile nun den Plan in die Abschnitte Jahr/Monat/Woche

 

Jahr – was möchtest Du Ende des Jahres erreicht haben (z.B. eine Fremdsprache gelernt haben, Geld für eine große Reise sparen, umweltbewusst leben)

Monat – hier teilst Du Dein Großprojekt in einzelne Arbeitsabschnitte, was Du innerhalb eines Monats umsetzen möchtest (in die Lieblingshose vom Vorjahr passen, nur noch einen Milchkaffee am Tag)

Woche – Erstelle Dir eine Idealwoche, in die Du alles reinpackst, was Du für Deine Vorsätze zu tun gedenkst.

So: Und jetzt kommt der Tipp, der Dich etwas schocken könnte.

 

Vorsätze, Minimalismus, Ziele, Pläne

Wie Du durch Reduktion, Minimal-Zeit-Management und Life Hacks Deine wahren Vorsätze umsetzt

 

Aufwand: 1 Stunde

 

Nehmt Euch wieder eine Stunde Zeit. Gern am folgenden Tag. Ihr benötigt auf jeden Fall ein wenig Luft zum Durchatmen von Schritt zwei.

Schafft Euch wiederholt eine wohliges Klima und dann:

Zerstört Eure Pläne!

 

Das meine ich ernst.

Nehmt Eure Aufzeichnungen von Euren Tagesabläufen und vergleicht Sie mit Euren verfassten Plänen.

Was fällt Euch auf?

Das es eventuell unrealistisch sein könnte, wenn man fünf Mal die Woche Sport für je 90 Minuten zu machen gedenkt, aber das einzige Zeitfenster nach Job, Kind und Partner jonglieren genau zwischen Mitternacht und Morgengrauen liegt?! Hinzukommend, dass es mehr als unwahrscheinlich ist, dass Du so ein Sportprogramm das ganze Jahr über durchziehst.

Oder erscheint es sinnvoll sich ausschließlich von biologischen Lebensmitteln ernähren zu wollen, wenn Dein Gehalt, dass eines Auszubildenden im ersten Lehrjahr beträgt? Wohl eher nicht. Außer Du hast als weiteren Vorsatz: Treibe Dich in den finanziellen Ruin und in die Magersucht.

Auch jeden Abend dreißig Seiten von „Unendlicher Spaß“ im Original zu lesen, um Dein Englisch zu reaktivieren, wird nicht zielführend sein. Believe me!

Doch was zu tun?

Reduziere. Minimiere. Verwende Life Hacks.

 

Erst einmal streichst Du im Vergleich alles aus Deinem ambitionierten Planer heraus, was sich mit Deiner Lebenswirklichkeit (Aufzeichnungen von Schritt 1) nicht deckt.

Vielleicht stellst Du dabei sogar fest, dass ein perfekter Oberarm doch eher ganz hinten auf Deiner Agenda „Lebensträume“ steht und kannst gleich ein unnötiges Vorhaben aussortieren.

Denn bedenke: Dein Leben kann nur IN Deinem Leben besser werden.

 

Und nun sei nicht demotiviert und deprimiert…

Jetzt fängt es nämlich an Spaß zu machen.

 

Minimal-Zeit-Management und Life Hacks

 

Du kannst mit wenig Zeitaufwand und etlichen trickreichen Ideen Deine Vorsätze und Ziele verwirklichen. Und zwar nicht allein auf 365 Tage im Jahr bezogen, sondern nachhaltig weit darüber hinaus.

Ich bin ein äußerst bequemer Mensch und daher ein absoluter Profi auf beiden Gebieten.

 

Deshalb hier ein paar Beispiele für den Alltag.

Ich mache selten länger als 40 Minuten am Stück Sport. Dafür schaffe ich es viermal die Woche. Und nein, dabei powere ich mich auch nicht so aus, dass ich nur noch auf allen Vieren nach Hause krauchen kann. Denn dann würde nur eins passieren… jegliche weitere körperliche Aktivität wird für den Rest der Woche vermieden.

Und wenn ich richtig träge bin…wozu gibt es bitteschön diese genialen 15 Minuten-Workouts bei Youtube?! Auch tanzen zur Lieblingsmusik ist langfristig gesehen eines der besten Kalorienkiller und Fitmacher überhaupt.

Und meinen flachen Bauch und wohlgeformten Po habe ich einer wirklich schon erschreckend schlichten Methode zu verdanken.

Ich mache verschiedene Sit-Ups und Squats beim Zähneputzen. Auf der Badmatte. Mehr nicht. Dafür aber wirklich jedes Mal und das seit Jahren. Schon hat man sein tägliches 6-Minuten-Workout. Außerdem steige ich oft eine Haltestelle eher aus und mache kurze Hanteltrainings beim Fernsehen.

Was ich damit sagen will:

Werde kreativ!

 

Das wirst Du auch automatisch, wenn Du versuchst, mit möglichst minimalen Aufwand Deine Vorhaben zu erreichen. Dein Planer dient Dir dabei als Stütze.

 

Weiteres Beispiel:

In der Früh zählt bei mir jede Sekunde, um länger im Bett bleiben zu können. Ein Rückblick auf die eigene Kindheit und meinen organisierten Cousin und plötzlich verlief meine morgendliche Routine gesund, Müll- und stressfrei.

Die Sachen am Vortag rausgelegt, belegte Brote am vorherigen Abend geschmiert, ein kleines Glas mit Nüssen und Datteln im Rucksack verstaut und statt eines aufwendigen Smoothies einfach aus einer großen Orange schnell einen Saft gepresst. Neben Gesichtscreme und Wimperntusche auftragen, kocht das Kaffeewasser und kann fix beim Mantel überwerfen in den Thermobecher gefüllt werden. Der wird dann im Jutebeutel verstaut, der griffbereit an der Schulter baumelt, um sich jederzeit seine Dosis Koffein unterwegs einzuverleiben. Jutebeutel wird später für Feierabendeinkäufe genommen. Etc.pp.

Mag spießig klingen aber 15 Minuten länger dösen, Leute. 15 Minuten! Das Maß an gewonnener guter Laune kann kein Powerdrink dieser Welt wiedergeben.

Des Weiteren lerne ich Französisch mit einer App in der Bahn und erweitere das Englisch-Vokabular täglich mit einer Folge einer favorisierten Serie im Original am Abend.

Und, und, und…

Du wirst auf einmal anfangen viele neue Tricks selbst zu entdecken und zu integrieren. Deine Ziele im Hinterkopf.

Deine angeglichenen Jahres/Monats/Wochenpläne werden Dir dabei helfen. Sie sind auch gut, um immer mal wieder gegen zu checken und nach zu tangieren. So wirst Du fortlaufend  immer mehr Dein Programm für die Realisierung Deiner Vorhaben ausbauen. Und dann heißt es: More is more. Es wird Dir nur nicht so vorkommen.

 

Zitat, Vorsätze, Ziele, Pläne, Verwirklichung

Wie Du mit Deinen Vorlieben, Deine Vorsätze wirklich einhälst

 

Aufwand: keiner

 

Man muss nicht viel rumreden. Wenn Deine Freundinnen alle zum Yoga rennen, Dir aber auch nach der dritten hin gequälten Stunde nur Muskelkater und „Ich habe was für meinen Körper getan“–Gefühl ein mattes Lächeln ins Gesicht zu treiben weiß…

Lass es doch einfach!

Es gibt unendlich viele Sportarten. Vielleicht schlägt Dein Herz für Tischtennis oder Inline-Skaten. Okay, es sind nicht die angesagtesten Sportarten, aber wenn ich mal auf meine Person blicke: Ich habe keine Probleme mich für Schwimmen und Cycling zu motivieren. Denn es macht mir einfach Spaß.  Nicht cool in den Augen vieler Mitmenschen aber mir doch egal!

Wenn alle Welt auf Gluten und Milchprodukte verzichtet, Dich aber nichts glücklicher macht als der Biss in Dein Käse-Brötchen zum Frühstück… esse es weiterhin! Hol Dir jetzt nur einfach Deine Waren vom Markt oder Bio-Händler (und denk an den Stoffbeutel) und nimm etwas weniger Butter als Grundlage.

Ich esse eigentlich jeden Tag ein fettes Stück Kuchen. Warum auch bitteschön nicht?! Es macht meine Seele glücklich und mein Körper liebt es auch. Der explodiert nämlich erstaunlicherweise nicht in unendliche Breiten oder verflucht mich mit Diabetes Typ II. Nicht von einem Stück Kuchen pro Tag.

Experimentiere und finde heraus, was Dir liegt und Dich antreibt Deine Ziele spielerisch umzusetzen. Ach ja, und wenn Bodenturnen nicht Deins war oder das Porridge mit zehn Superfoods bei Dir Ekel verursacht hat, ärger Dich nicht. Geschadet hat es zu mindestens nicht und Du hast etwas für Dich getan. Probiere weiter oder optimiere Deine Vorlieben.

So lernst Du nebenbei noch mehr über Dich selbst und hast auf alle Fälle Deinen Horizont erweitert.

 

Vorsätze verwirklichen

Wie Du mit Ruhe Deine Vorsätze im Jahr entspannt erreichst

 

Aufwand: 30 Sekunden durchatmen (öfter mal)

 

Jeder, der mich regelmäßig Live und in Farbe erleben darf, schüttelt jetzt ungläubig das Haupthaar.

Klappt etwas auf Anhieb nicht, schimpfe ich wie ein Rohrspatz und fuchtele wütend mit meinen Händen hin und her. Louis De Funes hätte mich sofort adoptiert. Ich muss das tun, sonst platze ich. Oder fresse drei Stück Kuchen vor Wut. Und das wäre kontraproduktiv.

Danach bin ich aber wieder schnell auf den Boden des vorläufigen Scheiterns angekommen und versuche es erneut. Eventuell nur etwas anders. Und vor allem in Ruhe.

Wenn Du ehrgeizige Vorsätze hast, wie wirklich den Halbmarathon laufen oder ausschließlich ökologische Mode zu kaufen, wird es dennoch passieren, dass Du Tage hast, die Du auf dem Sofa verbringst oder diese wirklich unfair produzierte aber unglaublich schicke Tasche kaufst.

Ich wiederhole:

Ruhe bewahren.

 

Es war ein Tag. Mag sein auch mehrere. Aber es ist nicht Dein Leben. Du bist kein Versager.

Atme ruhig durch, nimm Deine erstellten Pläne zur Hand und analysiere, warum was passiert ist. Vermutlich hattest Du einfach einen Hänger, den selbst Leitungssportler kennen. Oder Du hast Liebeskummer und dieser Taschenkauf hat Dich davor bewahrt in der Zeit einen peinlichen Brief an die Dumpfbacke (die Dein Herz und Deinen nun bereits knackigen Körper eh nicht verdient hat) zu schreiben.

Bleib ruhig, stopfe Stoffbeutel, Thermosbecher und Nüsse in das Prachtstück und geh eine große Runde durch Deinen Kiez. Nicht rennend, sondern langsam. Dann ist es in dem Moment nun einmal so.

Deine Ziele erreichst Du trotzdem.


Das war jetzt viel Schrift für etwas, was eigentlich nicht viel Arbeitsaufwand in Kauf nimmt. Aber ich wollte so konkret wie möglich verdeutlichen, wie Vorsätze gelingen können.

Druckt Euch die Schritte aus und fangt einfach an…denn das wäre Nummer sechs.

 

DO IT!

 

Bis nächsten Donnerstag.

Liebst,

Eure FRide

 

 

 

 

 

 

 

 

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