Der Sauberkasten mit zehn natürlichen Reinigern und Waschmitteln für den Haushalt

Der Sauberkasten im Test

Natürliche Reinigungsmittel mit dem Sauberkasten selbst herstellen – Ein Test

 

Experiment FRide will umweltfreundlich sauber machen

Verdammter Putzlappen! Schön und gut, dass ich die Zitronensäure mit dem Essig zum Bad putzen nehmen kann. Und tatsächlich: die Armaturen und Fliesen glänzen tadellos.

Aber mein Badezimmer stinkt! Punkt. Ausrufezeichen! Bäh!

Waschnüsse und ökologische Geschirrspülreiniger haben mich bisher ebenfalls nicht überzeugt und überhaupt: Ich habe weder Zeit, Muse und Energie mir stundenlang alles in Eigenregie anzulesen, im Internet zu bestellen und dann aus den Wust an Rezepten das Beste zu finden. Die „Try and Error“-Spanne ist mir da deutlich zu lang. Schließlich arbeite ich viel, habe Hobbies, Freunde, Hund und allgemein schon zu wenig Schlaf und zu viel Tag.

Aber ich möchte ja die Umwelt schonen und nicht eine Chemiekeule nach der nächsten durch den Abfluss jagen, nur damit Heim und Kleidung hygienisch und fleckenlos sind. Eigener Anspruch und das reale Leben befinden sich mal wieder im Konflikt.

Mich nervt dieses Thema schon länger und beschäftigt mich sehr aber ich hatte aus eben angegebenen Gründen noch keine Lösung gefunden. Und dann lernte ich die Gründerinnen vom Sauberkasten kennen…

Der Sauberkasten mit dem man aus natürlichen Zutaten seine Reinigungsmittel für Haushalt und Wäsche selbst herstellen kann

 

Was der Sauberkasten ist und kann?

Der Sauberkasten ist ein Set mit dem man sich zehn Reiniger und Waschmittel für den Haushalt aus natürlichen Zutaten selbst herstellen kann.

Eine übersichtliche Rezeptkarte sowie Messbecher und Löffel machen die Eigenproduktion der Reinigungsmittel einfach. Damit nichts schief geht bei der späteren Handhabung liegen im jeden Sauberkasten passende Etiketten mit Nutzungsangaben bei.

Sind einzelne Zutaten vom Sauberkasten aufgebraucht, können diese nachbestellt werden.

Super Prinzip. Eigentlich.

Das die Bestandteile noch von der Lebenshilfe Leipzig e.V., wo vorwiegend Menschen mit Behinderung arbeiten, abgefüllt, beklebt, zusammengestellt und versandfertig gemacht werden, macht den Sauberkasten nicht nur umweltfreundlich, sondern auch fair.

Zu schön, um wahr zu sein, sage ich mir.

Außerdem bin ich zugegebenermaßen leicht befangen. Schließlich kenne ich die extrem sympathischen Gründerinnen Jeannette Schmidt (27) und Henriette aka Jette Grewling (27) und ihre Geschichte von meinem Job in der Social Impact gGmbH. Beide waren mit ihrem Sauberkasten Stipendiatinnen im Programm  „Sozial&Gründer“ in Leipzig.

Doch nein, Sympathie und Nachhaltigkeit hin oder her, so ein Reinigungsset muss seinen Zweck erfüllen! Und darf mein feines Näschen nicht penetrieren. Dafür sollen u.a. ätherische Öle aus Lavendel und Melisse sorgen. Mhhh…mal schauen. Eine olle Skeptikerin wie ich, ist nicht so einfach mit schön klingenden Inhalten zu überzeugen.

Ein Praxistest musste her!

Ich hatte mir zwischenzeitlich einen eigenen Sauberkasten durch Crowdfunding auf Startnext gesichert (eine genaue Erklärung zu „Crowdfunding“ findet ihr dort übrigens direkt vom Sauberkasten-Team erklärt. Die Kampagne geht noch bis zum 23.08.17). Diesen bekomme ich dann im Herbst geliefert.

Jeanette, die den Sauberkasten im Rahmen ihrer Bachelorarbeit in Design erfand, hat mir vorab ihren Eigenen zum Ausprobieren zur Verfügung gestellt. Da ich sie und Jette für FRide bereits interviewt hatte, konnte ich ihre persönlichen Aussagen zu ihrem Reinigungsset gleich als Vergleich für meine eigenen Testergebnisse nehmen.

Das Spülmaschinenpulver und Scheuerpaste funktionieren wusste ich schon, da sie im Social Impact Lab Leipzig verwendet werden.

Also wählte ich die für mich essentiellsten Reinigungsmittel aus: Vielzweckreiniger, Spülmittel und Flüssigwaschmittel.

Das ich beim Putzen mal in aufgeregte Hochstimmung verfallen würde, war mir übrigens neu.

Mit dem Sauberkasten selbst hergestelltes Spülmittel im Test

 

Sauberkasten Spülmittel im Test

Jeanette: „Die Basis der Rezepte haben wir uns durch viel Literatur- und Internetrecherche erarbeitet. Danach hieß es ausprobieren und optimieren bis wir wirklich mit den Rezepten für die einzelnen Reinigungsmittel zufrieden waren. Das war ein langwieriger Prozess und ein hartes Stück Arbeit. Die Zutaten müssen die richtige Menge und Zusammensetzung haben, damit man das sauberste Ergebnis bekommt.“

Jette: „Wir haben zudem unsere Biochemikerin Nora im Sauberkasten Team, die uns super berät und sagt „Das macht Sinn in der Zusammenstellung oder da macht es keinen Sinn eine Komponente für einen bestimmten Reiniger hinzuzunehmen.“

 

Die Anleitungen zum selbst mischen sind wirklich simpel erklärt. Ihr benötigt lediglich Gefäße wie Glasflaschen oder Schraubgläser als Behälter.

Das Spülmittel vom Sauberkasten funktioniert wie ein Zweikomponenten-Phasenreiniger für das Gesicht, die bestimmt einige von Euch kennen. Man schüttelt einfach kurz vor der Verwendung, dass sich die beiden Bestandteile vermischen.

Mein verwendetes Geschirr beinhaltete alle gängigen Schmutzstufen, die in der Nahrungsaufnahme- und Zubereitung anfallen können. Wasserglas mit Fingerabdrücken, Tasse mit eingetrockneten Kaffeefilm, Teller mit Speiseresten, Messer mit Butter an der Klinge und eine Gabel mit „etwas“ angetrockneter Tomatensoße.

Machen wir es kurz: Es ging leicht zu spülen. Es wurde alles sauber. Ich bin hochzufrieden.

Test Sauberkasten Spülmittel: Wie poliert

 

Der Sauberkasten VIelzweckreiniger im Bad

 

Sauberkasten Vielzweckreiniger im Test

 

Jeanette: „Dass ich mit wenigen Sachen meinen ganzen Haushalt putzen kann und nichts mehr kaufen muss, finde ich toll. Und das alle Reiniger und Waschmittel genauso gut funktionieren wie gekaufte…manchmal sogar noch besser ist genial. Unsere Scheuerpaste zum Beispiel ist Weltklasse!“

Mein Zitronen-Essig-Experiment hatte ich Euch anfangs beschrieben. Daher war ich überrascht, dass der Vielzweckreiniger natürlich und nicht unangenehm zitronisch-säuerlich riecht. Selbst wem sowas stören sollte: Der Geruch verfliegt blitzschnell. Durch den Sprühaufsatz, der jedem Sauberkasten beiliegt, ist das Putzmittel in der Bedienung wie die gekauften aus der Drogerie zu verwenden.

Ziiiiischhhh. Wisch. Weg. „Boah, ist das geil!“ entfährt es mir. „Sooo geil!“ gibt es als Zugabe. Es klingt vielleicht etwas seltsam, doch ich liebe es Fliesen und Wasserhähne zu putzen. Wenn danach alles so schön strahlt, kann ich mich darüber freuen wie ein Kind in Disneyland. Und der Vielzweckreiniger bringt monarchischen Glanz in mein Bad.

Test Sauberkasten Vielzweckreiniger: Ich setz mir nen Krönchen auf

 

Selbst hergestelltes Waschmittel mit dem Sauberkasten aus natürlichen Zutaten

 

Sauberkasten Flüssigwaschmittel

 

Jette: „Ich war eher skeptisch am Anfang, ob man wirklich mit natürlichen Zutaten alles sauber bekommt. Deshalb haben Jeanette und ich viel experimentiert mit Rezepten und festgestellt: Man findet oft Anleitungen im Internet und Büchern, die dann doch nicht zufriedenstellend reinigen. Wir haben sehr viel an den Rezepten gefeilt, verbessert und sie immer wieder mit konventionellen Reinigungsmitteln verglichen bis wir endlich die perfekte Zusammenstellung in den richtigen Mengen hatten. Ich benutze nicht anderes mehr als den Sauberkasten und bin richtig glücklich damit.“

 

Dem Waschmittel zum Selbermachen stand ich am misstrauischsten gegenüber. Vielleicht rührt das daher, dass mich bisher kein Waschmittel aus dem Bioladen zu überzeugen wusste.

Erster Eindruck: Es glänzt so schön golden

Zweiter Eindruck: Es hat die gleiche Konsistenz wie das von gängigen Flüssigwaschmitteln

Dritter Eindruck: Angenehmer Duft

Ich mache eine 30-Grad-Wäsche mit Sportklamotten, Oberteilen und einer Jeans, die vom Radfahren und mit Oleg im Park toben einiges an Erd- und Wiesenschmutz aufweist.

Nach 1,5 Stunde öffne ich die Waschtrommel und entnehme fleckenfreie Wäsche.

Und hier überzeugt mich wieder einmal der Duft (jaja, ist mir halt wichtig): Herrlich! Auch die getrocknete Kleidung: Kein Schweißgeruch an den Sportsachen oder im Achselbereich der Shirts.

Besser als das handelsübliche Waschmittel, wie ich finde. Ich kann gar nicht glauben, dass man sowas Gutes selbst herstellen kann!

Überhaupt: Ich bin in meinem Skeptizismus-Weltbild erschüttert. Der Sauberkasten ist einfach nur toll.

Test Sauberkasten Flüssigwaschmittel: Ich fühl mich wie der Kuschelbär aus der Weichspülerwerbung

 

Der Sauberkasten mit zehn natürlichen Reinigern und Waschmitteln für den Haushalt

 

Man kann den Sauberkasten-Team nur danken für ihr Produkt und hoffen, dass möglichst viele Menschen bald einen eigenen im Haushalt stehen haben.

Nicht vergessen:

Die Sauberkasten-Kampagne auf Startnext geht nur noch bis zum 23.August 2017!

(Reguläre Bestellung dann ab Herbst im Online-Shop vom Sauberkasten)

In diesem Sinne,

eine glänzend gelaunte

FRide

 

2 thoughts on “Der Sauberkasten im Test

  1. Eine tolle Idee. Crowdfunding Plattformen bieten genau für solche Projekte eine ganz tolle Finanzierungsalternative, die genutzt werden sollte. Denn wie man sieht, war das Interesse der finanziellen Unterstützung doch sehr groß.

    1. Ja, da hast du Recht. Für junge Gründer sowie Projekte, die natürlich keine riesigen finanziellen Rücklagen haben, ist Crowdfunding eine super Sache. Und der Sauberkasten ist sinnvoll für Umwelt und Gesundheit. Außerdem sehr zeitsparend alles in einem Set zu haben, was ich persönlich sehr schätze. 😉

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