Küchentipps

Weniger Müll in der Küche

Einfache Tricks für weniger Abfall

 

Disziplinarmaßnahmen gegen mich selbst erheben, hieß es Anfang des Jahres. Denn der Abfalleimer in der Küche wuchs rasant an. Das Wochenende noch nicht einmal eingeläutet aber der Müllbeutel schon wieder voll. Uncool.

Kann man im Bad relativ einfach Verpackung und Material einsparen (siehe auch Tutorial für Kosmetikpads und Körperpflege) gestaltet sich das in der Küche nicht ganz so leicht. Etliche Lebensmittel sind in Plastik verpackt oder eingeschweißt.

Nun besitze ich kein Auto, was mich zwar in der Klimabilanz mit einem Krönchen dastehen lässt, jedoch den Einkauf in Unverpackt-Läden erschwert. Denn ehrlich: Ich laufe abends keine 1,5 Stunden durch die Stadt, um Nudeln, Käse und Co. zu erwerben, sondern gehe konventionell in den Supermarkt um die Ecke.

Das soll aber nicht heißen, dass man dort beim Einkauf und in der Nutzung daheim keinen Müll einsparen kann.

Im Gegenteil:

Es fängt z.B. damit an, einen Großteil an Obst und Gemüse ohne Plastiktütchen in den Einkaufskorb zu legen. (Btw: Bisher hat es das Personal an der Kasse immer verkraftet Möhren und Äpfel ohne Plastikhülle abzuwiegen 😉 ).

 

Hier ein paar weitere einfache Tipps meinerseits.

 

Müll sparen Küche

 

Pfand statt Getränkekartons

 

Natürlich gibt es in jedem System Missstände. Und ein System gilt es auch stets zu verbessern, so möglich.

Allerdings sollten wir uns vergegenwärtigen, dass wir in Deutschland mit Pfandgut und Mülltrennung wirklich privilegiert sind. In den meisten Ländern heißt es nämlich, ob Glas, Papier oder Plastik,

  • alles wird zusammengeworfen.

 

Ebenfalls ist die Methode von Rückführung und Wiederverwertung von Glas-und Pastikflaschen großartig.

Warum dies also nicht nutzen und schauen, wo man noch mehr Produkte austauschen kann, die man bisher im Tetra Pak gekauft hat?

Pflanzenmilch fertige ich zwar immer selbst an und spare mir damit komplett die Verpackung (etwa Hafermilch) aber ich verbrauche mindestens einen Liter Kuhmilch in der Woche für Kaffee und zum Kochen. Folglich wird die Milch einfach in der Pfandflasche gekauft. Eine Notfall-Karton-Version hole ich zwar ab und zu immer noch, doch konnte ich damit den Abfall auf 1 bis 2 Tetra Paks vierteljährlich reduzieren.

Für Joghurt und Saft gilt das Gleiche.

 

Abfall sparen Küche

 

Kompostdose statt Beutel

 

Zugegebenermaßen war ich in der Vergangenheit ziemlich lax, was die Abfalltrennung betraf. Und ja: Ich schäme mich aufrichtig dafür!

Seien wir ehrlich: Müll zu trennen ist wirklich kein Staatsakt.

Jedoch muss ich verlautbaren, dass ich mit dem Bio-Müll so meine Probleme hatte. Im Sommer stinkt es schnell fürchterlich. Igitt!

Aber Schlaubi Schlumpf FRide hat dafür selbstverständlich eine simple Lösung gefunden.

Ich nehme eine alte Dose und sammele über den Tag darin meine organischen Abfälle. Wie jeder Durchschnittsmensch wird mindestens einmal täglich das Haus verlassen, die Dose dann mitgenommen und in der Bio-Tonne entleert. Bei Gassi-Runden kommt die Box zu Olegs durchgesabberten Bällen in die Schlumpertasche.

Im anderen Fall: Ich wohne in einem ehrenwerten Haus.

Es hat keiner die Absicht eine alte Dose mitgehen zu lassen.

Im Fahrradkörbchen oder Geräteschuppen geparkt, nehme sie bei Heimkehr wieder mit hoch.

Apropos Bio-Reste: Alte Zitronenschalen kommen vor ihrer Beerdigung in der Bio-Tonne noch anderweitig zum Einsatz.

 

Reinungstipp Küche

 

Zitrone statt Reiniger

 

So strukturiert und sorgsam bei beruflichen Tätigkeiten, so unordentlich bin ich oft daheim. Das Chaos muss einfach irgendwo raus. Aber dann bitte Chaos mit Glanz! Glänzende Flächen machen mich einfach glücklich.

Irgendwann, irgendwo las ich, dass man ausgedrückte Zitronenhälften zum Säubern von Armaturen verwenden kann. Und es stimmt. Die Zitronensäure entfernt Kalk und Ablagerungen und bringt Waschbecken und Dusche wieder zum Funkeln. Ich viertele die Hälften noch einmal und reibe dann mit der Innenseite über Wasserhahn und Co. Dann ein paar Minuten einwirken lassen und mit einem nassen Tuch abreiben. Fertig.

 

Kaffeepresse Müll sparen

 

Kaffeepresse statt Kapselmaschine

 

Kaffee-Maschinen mit Kapseln sind der Beweis wie die Industrie Menschen für dumm verkauft. Allein bei dem Gedanken an dieses sinnlose Konstrukt lade ich mich negativ auf.

Ich verurteile keinen, der solch ein Gerät daheim stehen hat. Jeder von uns ist unbewusst schon Opfer mehrerer Gehirnwäschen geworden, was Konsum betrifft. Auch ich lasse mich oft manipulieren („Oh, eine neue Schokoladensorte mit fancy Namen. Kaufen! Da steht ´Limitied Edition´. Dann nehm ich lieber gleich drei.“). Doch was da an Ressourcen verbrannt werden und Abfall produziert wird…ich muss erstmal kurz durchatmen.

Jeder, der den Gedanken trägt sich solch ein Monster anzuschaffen, sollte diese kurze Tatsache berücksichtigen:

Kapselmaschinen sind einfach nur

 

Viel Geld für viel Müll mit wenig Inhalt.

 

Eine französische Kaffeepresse kostet Euch knapp fünfzehn Euro. Müll- und Kostenersparnisse sind enorm.

Und das Argument von „das geht aber schneller“ und „nur ich trinke bei uns Kaffee“ zählt nicht. Zeitdifferenz in der Zubereitung beträgt gleich null. Dosieren kann man ebenfalls genau für eine Tasse (Kaffeetasse als Messbecher für Portion. In den Wasserkocher. Aus die Maus.).

Sollte doch etwas mehr Kaffee übrig sein… Kaffeewasser eignet sich hervorragend als Dünger für Pflanzen.

 

Müll sparen Küche

 

Spültuch statt Papierküchentücher

 

Mit den klassischen Geschirrtüchern kann man etlichen Papierabfall sparen. Statt der üblichen Küchenrolle ein eigenes Geschirrtuch zum Abwischen für Flächen o.a. verwenden.

Wie etliche Studenten habe auch ich meine Jugend als Kellnerin in Teilzeit verschwendet. Dort konnte ich beobachten, dass Köche genau so arbeiten: Nämlich mit einem Geschirrtuch, womit sie zügig die Arbeitsflächen in der Küche zwischendurch säubern. Ich arbeite bereits seit Langem so und konnte damit sicherlich den einen oder anderen Baum weniger „in die Tonne kloppen“.

 

Es würde mich brennend interessieren, welche Tipps ihr zur Müllvermeidung in der Küche habt. Schreibt mir einfach. Dann Freude und so.

 

See ya,

FRide

 

 

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