Rezept

I don´t want my coffee black

„You want your coffee black, your neighborhood white…“ dröhnt der alte As Friends Rust-Klassiker aus den Boxen.

Hach. Das erste Mal zu einem Konzert trampen. Nostalgie liegt mir eigentlich nicht. Aber zur Adventszeit…ich bin ein Opfer.

 

Doch spulen wir vor

 

Frühling in Berlin.

Ich sitze mit meinem Kumpel Stefan in einem veganen Café und wir stellen fest, dass er das besagte Konzert, zu dem ich damals aus Magdeburg abenteuerlich angereist war, organisiert hatte. Verrückt. Denn unsere Wege kreuzten sich erst Jahre später und in Leipzig. Small world.

Die Bedienung erscheint und wir bestellen Frühstück und Kaffee.

But: I don´t want my coffee black. Genauso wenig wie eine homogene Nachbarschaft.

Nachdem ich einige Artikel über die Umweltschäden, die der erhöhte Bedarf an Mandelmilch anrichtet, gelesen hatte und Sojamilch in Kaffee geschmacklich nicht zu meinen Lieblingen zählt, tue ich es Stefan gleich und wähle die Variante aus Hafer.

Skeptischer erster Schluck. Mhhh… Doch, doch, gar nicht übel. Noch ein Schluck. Doch, doch, das geht. Leicht süßlich. Schluck, schluck. Hey, ich habe etwas Neues für mich entdeckt! Freude.

Zumal ist Hafermilch der pflanzliche Milchersatz, dessen Hauptzutat nicht um den halben Erdball einfliegen muss.

Ist doch auch Nachhaltigkeit, oder? Das Darauf-Schauen, ob man nicht besser vermehrt Lebensmittel ohne weite Transportwege und in unnötigen Plastikhüllen verpackt, verzehrt. Ich bin in meiner konsequenten Inkonsequenz sicherlich kein Vorreiter, geschweige denn Vorbild (Äh Kaffee, äh Avocado, äh Schokolade) aber ich habe schon einige Sachen umgestellt und achte immer mehr darauf, was ich wann und vor allem in welchen Mengen kaufe.

So weiße ich also meinen morgendlichen Kaffee seit besagtem Tag in Berlin entweder mit Kuh-oder Hafermilch. Die Kuhmilch erwerbe ich übrigens in der Pfandflasche im Bioladen. Spart gleich Müll. Zack.

Nun aber zum Rezept.

Hafermilch lässt sich ohne großen Aufwand mit drei Zutaten in kürzester Zeit selbst herstellen. Minimalismus pur! 🙂

Außerdem alles regional und die Kosten belaufen sich auf ein paar Cent. Was will Mensch mehr?!

 

Das Rezept ergibt etwa 800 ml, was für drei Tage Milchkaffee reicht. Solang ist Hafermilch auch gekühlt haltbar.

Die Mengen messe ich einfach mit einem normalen Trinkglas, was handelsüblich 200 ml fasst.

Rezept Frühstück

Zutaten

 

  • 1 Glas Haferflocken
  • Wasser
  • 2 EL Honig

 

Schüttet die Haferflocken in eine Schüssel und bedeckt sie mit Wasser. Etwa eine Stunde stehenlassen. In etlichen Rezepten findet man die Aussage „über Nacht“. Lasst Euch gesagt sein: Das Ergebnis ist dasselbe. Also, warum sich Stress machen.

Haferflocken Rezept

 

Hafer Frühstück

Dann gießt ihr das Wasser ab und gebt die aufgeweichten Haferflocken in einen Mixer. Fügt drei Gläser Wasser hinzu. (Eigentlich genau das Prinzip wie beim Reis kochen.)

Jetzt etwa circa 20 Sekunden bei mittlerer Geschwindigkeit mixen.

 

Drink Frühstück Rezept

 

Durch ein Sieb die Milch in ein Gefäß gießen. Ihr könnt gern mit einem Löffel drückend die Haferflocken noch etwas „auswringen“.

Dann die Flüssigkeit wieder in den Mixer und die Esslöffel Honig hinzufügen.

Kurz Mixen.

 

Haferflocken Rezept

Das war es. Ich fülle die Hafermilch in eine Milch-Pfandflasche (siehe oben im Text).

Kleiner Hinweis: Vor Gebrauch die Flasche kurz schütteln, da sich das Milchige unten absetzt.

 

Probiert es einfach mal aus. Es schmeckt halt anders als Kuhmilch. Und anders ist gut.

 

FRide Frühstücksdrink

 

 

 

 

 

 

3 thoughts on “I don´t want my coffee black

  1. Sehr gute Beschreibung zum Nachmachen. Ich esse auch viele Haferflocken und wollte auch schon länger mal Hafermilch machen. Ich glaube, der Tipp mit dem langen Einweichen (24 Stunden) hat etwas mit der Phytinsäure zu tun, die auch in den Haferflocken steckt. Man findet zur Phytinsäure viele Infos im Netz, z.B. https://www.zentrum-der-gesundheit.de/phytinsaeure-ia.html (es geht zwar im Artikel eher um Bohnen und Reis, aber auch Getreide wie Haferflocken haben Phytinsäure in der Schale).

    1. Liebe Susanne,
      vielen Dank für die Informationen und Dein Feedback. Mir ist das mit der Phytinsäure ehrlich gesagt nicht wichtig, da Ihr ja auch sehr positive Eigenschaften zugesprochen werden (reguliert z.B. Blutzucker und krebsabwehrende Fähigkeiten). Also schaden tut sie dem Körper zumindest nicht. Außer man schaufelt sich morgens 3 Kilo Porridge rein…dann vielleicht. Wie bei allem – alles in Massen…äh…Maßen. 😉
      Wer aber mag, kann natürlich abends seine Flocken einweichen und die Milch in der Früh zubereiten.
      Hab noch einen schönen Samstag und viel Spaß mit dem Rezept. FRide

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